Ich mag Bilder, die sich echt anfühlen.
Ich fotografiere, weil ich es liebe, eine schöne Kamera in den Händen zu halten, mit ihr zu arbeiten und meinen eigenen Blick auf die Welt festzuhalten. Ich mag alte Objektive mit ihren Eigenheiten und kleinen Fehlern. Sie machen Bilder nicht unbedingt perfekter, aber oft charaktervoller. Und genau das gefällt mir.
Am liebsten fotografiere ich mit einer manuellen Kamera. Ich stelle Blende, Belichtungszeit und Fokus selbst ein. Das braucht Zeit, Geduld und manchmal auch eine unbequeme Haltung auf dem Boden. Aber genau darin liegt für mich der Reiz: nicht einfach möglichst viele Bilder zu machen, sondern bewusst hinzusehen, den richtigen Moment zu erkennen und mir meine Lieblingsbilder zu erarbeiten.
Ein großer Teil meiner Leidenschaft ist es, meine Tochter zu fotografieren. Sie ist mein liebstes Modell und erinnert mich immer wieder daran, wie wertvoll die kleinen, unscheinbaren Momente sind. Ein Blick, ein Lachen oder eine flüchtige Geste, die im Alltag schnell wieder vergessen wäre. Genau solche Augenblicke möchte ich festhalten.
Gelegentlich begleite ich auch Hochzeiten. Dabei reizt mich besonders, dass sich vieles nicht planen lässt. Die Aufregung vor der Trauung, ein verstohlener Blick, eine Umarmung oder das Lachen der Menschen, die einem am wichtigsten sind. Ich möchte diese Momente so festhalten, wie sie passieren: ungestellt, unaufdringlich und mit einem Gespür für das, was zwischen den Menschen geschieht.
Ich dränge mich dabei nicht gerne in den Vordergrund. Statt ständig Anweisungen zu geben oder Momente künstlich zu erzeugen, beobachte ich lieber, lasse den Dingen ihren Lauf und greife nur dann ein, wenn es sinnvoll ist. Denn ich glaube, dass die schönsten Bilder oft dann entstehen, wenn man für einen Moment vergisst, dass überhaupt fotografiert wird.
Auch nach dem Fotografieren ist meine Arbeit noch nicht vorbei. Am Computer entwickle ich die Bilder weiter, experimentiere mit Farben und Kontrasten und gebe ihnen den Charakter, den ich mir vorstelle. Die Fotografie endet für mich nicht mit dem Auslösen, sondern ist ein kreativer Prozess, bei dem jedes Bild seinen eigenen Weg geht.
Ich möchte keine perfekten Momente inszenieren. Ich möchte echte Momente festhalten. Bilder mit Charakter, die nicht nur zeigen, wie etwas ausgesehen hat, sondern auch daran erinnern, wie es sich angefühlt hat.
Ob im Alltag mit meiner Tochter oder an einem Hochzeitstag: Am Ende geht es mir um Bilder, die bleiben.