fotografie in & für Nordfriesland
Weite, Wind und Emotionen
Fotografie, die Zeit braucht…
Fotografie ist für mich mehr, als nur ein Foto zu machen.
Das Gefühl, eine schöne Kamera in den Händen zu halten und mit ihr zu arbeiten. Das Geräusch des Auslösers. Das kreative Entwickeln des rohen Fotos am Computer. Das Betrachten des fertigen Fotos. Die Freude und Erinnerung an den Moment bei jedem erneuten Betrachten.
Am liebsten fotografiere ich mit einer manuellen Kamera bei der ich Blende, Belichtungszeit und Fokus selber festlege. Das braucht Zeit, manchmal Geduld und gelegentlich auch eine unbequeme Position auf dem Boden, um das gewünschte Bild zu erhalten. Aber genau das macht für mich den Reiz aus. Ich möchte nicht einfach möglichst viele Fotos machen, sondern die richtigen Momente abwarten und mir meine Lieblingsbilder erarbeiten.
Und um das auf die Spitze zu treiben, bevorzuge ich ältere Objektive, die ihren eigenen Charakter haben. Sie sind nicht unbedingt knackscharf und frei von optischen „Fehlern“, also alles andere als perfekt. Aber sie sind in meinen Augen charaktervoller.
Mit diesem Setup fotografiere ich privat und hauptsächlich meine Tochter. Sie ist mein liebstes, schönstes und ehrlichstes Modell. Durch sie habe ich noch einmal ganz besonders schätzen gelernt, wie wertvoll Bilder sind, die nicht gestellt sind, sondern das Leben so zeigen, wie es gerade passiert.
Außerdem ist sie ein super Trainer für das manuelle Fokussieren!
Gelegentlich begleite ich Hochzeiten. Hier setze ich allerdings überwiegend auf Autofokus und perfekte Objektive. Aber auch bei Hochzeiten reizt mich, dass sich vieles nicht planen lässt. Die Aufregung vor der Trauung, ein verstohlener Blick, eine Umarmung oder das Lachen der Menschen, die einem wichtig sind. Diese Momente möchte ich so festhalten wie sie passieren. Umgestellt, unaufdringlich und mit einem Gespür für das, was zwischen den Menschen geschieht.
Ich dränge mich dabei nicht gerne in den Vordergrund. Statt ständig Anweisungen zu geben oder Momente künstlich zu erzeugen, beobachte ich lieber, lasse Dingen ihren Lauf und greife nur dann ein, wenn es meiner Meinung nach sinnvoll ist.
Ich glaube, dass die schönsten Bilder oft dann entstehen, wenn man für einen Moment vergisst, dass überhaupt fotografiert wird.
Am Ende des Tages geht es mir nicht um die Masse an Bildern, sondern darum, Bilder zu schaffen, die sich echt anfühlen, Charakter haben und auch Jahre später noch etwas in einem auslösen.









